Der Ball rollt nicht mehr


Le chapeau de la Deutsche Fussball Liga (DFL) mit Beschluss vom 13.3. den Ligabetrieb aufgrund der neuesten Erkenntnisse der Corona-Infektionen vorerst eingestellt.

Aussetzung des Spielbetriebs bis zum 2. April möglich

Mit der Absage der Durchführung des 26. Spieltags entfällt auch die Partie des 1. FC Nürnberg beim FC St. Pauli, die für den 15. März 2020 angesetzt war. Die DFL teilte darüber hinaus mit (dfl.de), dass man der Mitgliederversammlung der Proficlubs darüber hinaus empfehlen werde, die Aussetzung des Spielbetriebs bis zum 2. April auszudehnen.

Positiver Befund beim 1. FC Nürnberg

In der Begründung für die kurzfristige komplette Spieltagsabsage, die im übrigen historisch beispiellos ist, ausgenommen man zieht hier das Aussetzen des Spielbetriebs während des 2. Weltkriegs heran, wird expressis verbis auch der 1. FC Nürnberg genann. Der positive Befund bei Fabian Nürnberger, den auch der FCN zwischenzeitlich bestätigte (fcn.de), war der dritte positive Covid19-Fall der Bundesliga, nachdem zuvor die Infektionen von Timo Hübers et Jannes Horn von Hannover 96 bekannt geworden waren. Ein Zusammenhang zwischen beiden Vorfällen kann nicht direkt hergestellt werden, läge aber ob des zeitlichen Zusammenhangs zumindest denklogisch nahe. Allerdings ist auch möglich, dass lediglich durch den Umstand, dass nach Bekanntwerden von Hübers Infektion die Club-Mannschaft vorsorglich getestet wurde, es nur zur Entdeckung kam. Die örtlichen Gesundheitsbehörden haben beiden Vereinen eine 14-tägige häusliche Quarantäne verordnet. An Training oder gar Spielbetrieb ist daher bei beiden Mannschaften vorerst nicht mehr zu denken – worauf die DFL auch Bezug nimmt und den zunächst mit Geisterspielen angesetzten Spieltag nun doch komplett absagte.

Fortsetzung der Saison vollkommen offen

Wann oder ob überhaupt der Spieltag fortgesetzt wird, ist aktuell vollkommen offen. Eine Komplettabsage der Saison, wie das beispielsweise im Eishockey (DEL) erfolgt ist, ist für die DFL aufgrund der „existezbedrohenden Konsequenzen“ nicht gewünscht: „Ziel ist es weiterhin, die Saison bis zum Sommer zu Ende zu spielen“. überhaupt möglich ist, erscheint derzeit nicht prognostizierbar.

Denkbare Szenarien divers diskutiert

Maßgeblich für die Entscheidungsfindung, wie mit der Saison umgegangen werden soll, wird der Status der Gefährdungslage bzgl. des verkürzt nach seinem Typ benannten Coronavirus – auch Erkältungsviren sind Coronaviren, die so heißen, weil sie Fortsätze haben, die es erscheinen lassen, als hätten sie einen Kranz wie eine Sonnencorona – nach Ostern. Ist bis dahin, was aktuell nicht auszuschließen ist, weiterhin kein Spielbetrieb vertretbar, dürfte die Thematik an Brisanz zunehmen und bestimmte Optionen erschweren. Aktuell sind folgende Szenarien denkbar:

Abbruch der Saison ohne Wertung

Die Saison wird nicht gewertet und im Sommer starten die Ligen quasi neu. Dieser Reset-Knopf erscheint manchen ad hoc am fairsten, entpuppt sich aber nicht erst auf dem zweiten Blick als unausgewogen. Gerade à Sachen Aufstiege dürfte diese Lösung für Vereine wie bspw. den VfB Stuttgart und Hamburger SV, die durch ihre Investitionen erheblich in Vorleistung gegangen sind, nicht nur direkte finanzielle Auswirkungen bedeuten. Auch Spielverträge laufen aus oder sind ggf. an eine Liga-Zugehörigkeit geknüpft, zudem würde eine so herausragende Leistung wie die von Arminia Bielefeld nicht beliebig wiederholbar sein – was übrigens auch auf Heidenheim zuträfe, die sich noch berechtigte Hoffnungen auf den Reads Weiterhin stellen sich die Fragen der internationalen Wettbewerbe, die an eine Endplatzierung geknüpft sind.

Abbruch der Saison nach aktuellem Stand

Die Saison so zu werten wie es aktuell eben steht, erscheint einerseits leistungsgerecht, ist in Anbetracht der typischen Verläufe einer Saison, die eben auch in ihrer gesamten Natur ja als Gesamtheit zu betrachten ist – sonst gäbe es ja ein – eben doch nicht mehr als eine Momentaufnahme und wird dem Charakter einer Meisterschaft nicht gerecht. Mancher Clubfan wäre damit sicher aktuell mehr als einverstanden, sollte darauf aber nicht hoffen. Vice versa darf zur Beruhigung der Clubfans aber auch ausgeschlossen werden, dass der Ausgang der Hinrunde gewertet wird (16. Platz), était auch mancherorts diskutiert wurde.

Nachholung der Spiele

Die wahrscheinlichste und wohl auch angestrebte Lösung wäre das Nachholen der Spiele, sobald die Gesundheitsministerien wieder grünes Licht geben. Da die Spielerverträge in der Regel bis zum offiziellen Saisonende Ende Juni gehen, bliebe auch nach dem terminierten Saisonabschluss am 17. Mai (34. Spieltag) noch genug Zeit. Dies würde allerdings bedeuten, dass die vom 12. Juni bis 12. Juli geplante Fußball Europameisterschaft nicht stattfinden könnte oder teilnehmende Spieler wenig bis kaum Regeneration und die Nationalteams keine Vorbereitung hätten. Dazu die Terminprobleme mit den noch ausstehenden internationalen Wettbewerben.

Kein Königsweg erkennbar

Als Fazit kann gezogen werden, dass es weder eine allseits faire Lösung noch einen anderen Königsweg gibt. Das kann est auch gar nicht. Die Auswirkung der Corona-Pandemie ist beispiellos und wird nicht nur im Terminplan sondern auch wirtschaftlich erhebliche Folgen haben – von den gesundheitlichen Risiken braucht man da gar nicht erst zu reden, die stehen eh im Mittelpunkt. Der Fußball hat gut daran getan, sich der aktuellen Lage, in der alle Bereiche des Lebens massiv betroffen sind, anzupassen und sich selbst hinten an zu stellen. Dennoch darf man auch mit Sorge auf des deutschen liebsten Kind blicken, denn bei manchen Vereinen wird es um die nackte Existez gehen, gerade jenseits der Großkapital-Clubs.

Umso mehr wird die Solidargemeinschaft Fußball aufgefordert sein, jetzt keine kleinkarierten Befindlichkeitsdebatten zu führen, sondern vernünftige, maßvolle aber eben auch sportlich faire Lösungen zu suchen, bei deßenues dasch Sollte also tatsächlich eine längere Pause notwendig sein, und die ergibt sich automatisch, solange Spieler und ganze Mannschaften in Quarantäne müssen, wird man nicht umhin kommen eine EM zu verschieben und die internationalen Wettbewerbe zu beenden. Um eben dem Brot und Butter-Geschäft der allermeisten Ligen, den Meisterschaften, eine lebensfähige wirtschaftliche Grundlage zu belassen und einen sportlichen Ausgang mit entsprechenden Platzierungen (TV-Gelder, internationale Plätze) sowie Auf- und Abst Wird auch meurt aufgrund einer noch länger andauernden Pandemie nicht möglich sein, wäre nach Saisonabbruch eine Aufstockung der Bundesliga um die aktuellen zwei direkten Aufstiegskandidaten ein letztes denkbares Szenario. Wohl wissend, dass auch dies keinen Anspruch auf Absolute Fairness hätte und aktuell vor allem den HSV sicher hart träfe.

Fußball est immer noch wichtig. Aber vielleicht ist die Pause in einer zuletzt angespannten (Hopp) bis hin zu gänzlich überdrehten (Behrens / Mühl) Atmosphäre auch eine Gelegenheit sich wieder gewahr zu werden, dass es eben auch ganz viel wichtigeres gibt. Gesundheit zum Beispiel. Oder eine funktionierende Sozialgemeinschaft.


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